Das PARA-SystemOrganisiere danach,
wohin Information führt,
nicht woher sie kommt.
Nach Thema organisierte Dateien werden zu Archiven. Nach Projekt organisierte Dateien werden zu Werkzeugen.
PARA steht für Projekte, Bereiche, Ressourcen, Archive. Projekte sind aktive Ziele mit einer Deadline. Bereiche sind laufende Verantwortlichkeiten ohne Deadline. Ressourcen sind Interessenthemen für zukünftige Nutzung. Archive sind inaktive Elemente aus den anderen drei Kategorien. Die revolutionäre Erkenntnis ist das Organisationsprinzip: nicht nach Thema oder Quelle, sondern nach Handlungsrelevanz. Eine Notiz über Gewohnheitsbildung gehört in einen Projektordner, wenn man gerade an einer Gewohnheit arbeitet, in Bereiche, wenn sie mit laufender Gesundheitspflege zusammenhängt, in Ressourcen, wenn sie interessant aber nicht unmittelbar relevant ist, und ins Archiv, wenn man damit fertig ist. Das macht das zweite Gehirn zu einem Werkzeug für aktuelle Arbeit, nicht zu einem Museum vergangener Lektüre.
In der Praxis
Öffne die Notiz-App und erstelle vier Ordner: Projekte, Bereiche, Ressourcen, Archive. Verschiebe fünf bestehende Notizen in den richtigen Ordner – je nachdem, wohin sie führen, nicht woher sie kommen. Bemerke, wie das sofort verändert, wie nützlich die Notizen wirken.
Querverweise
→Getting Things Done – Allen – nächste Schritte und Projekte als GTD-Äquivalent von PARA
→Essentialism – McKeown – die Disziplin, nicht-projektbezogenes Material abzulehnen
↔How to Take Smart Notes – Ahrens – Zettelkasten organisiert nach Verbindung, PARA nach Handlung